Winni Kann - ältester Sohn von „Fred Kann“, einem Kölner Karnevalsmusiker


Frühste Musikalische Erinnerungen sind die Jazzplatten meines Onkels.
Frühere Familienfeiern waren auch immer musikalische Ereignisse, besonders durch meinen Onkel Jupp, der nicht immer textsicher, aber ein grandioser Sänger war. Heute erinnere ich mich sehr gerne an „16 Tons“ oder auch an „Mackie Messer“ (Mack the Knife), ein besonderes highlight war "Pistol Packin' Mama" von Bing Crosby.

Zu der Zeit, als der „Beat Club“ im Fernsehen lief, änderte sich mein Musikgeschmack. Einen wesentlichen Einfluss hatte auch der Kinofilm „Woodstock“. Jetzt wurde es bluesiger bzw. rockiger.
So oft es ging, besuchte ich jetzt mit Freunden verschiedene Festivals . Dort durfte ich sehr früh fast alle große Bands live erleben: Pink Floyd, Frank Zappa, Deep Purple, Ginger Baker, Canned Head, Rory Gallagher , u.v.a.m. Bei einem der ersten Auftritte von Inga Rumpf und sogar beim letzten live-Auftritt von Jimi Hendrix durfte ich dabei sein.
Damals war es mein Freund Dieter der mich in die Kölner Musik- und Künstlerszene einführte. Heute weiß ich, dass auf den Feten Jacki Liebezeit (CAN Gründer), und auch Musiker von Kraftwerk anwesend waren.
Für mich hatte ich schnell entschieden, dass die Gitarre nicht mein Ding war. Da war Dieter mir um Jahre voraus. Ich hatte aus der Zeit unserer Familienfeiern noch eine Mundharmonika. So spielten Dieter und ich manchmal in einer ruhigen Stunde den Blues.

Dieter verstarb leider sehr früh. Und ich ließ Jahrelang mein „Talent“ verkümmern.
Nur sporadisch spielte ich als Gastmusiker mit Freunden.